Filmkritik
Filmkritik

[●REC]

Der spanischer Found Footage Horrorfilm „REC“ (2007) stammt von Jaume Balagueró & Paco Plaza. Mit Manuela Velasco in der Hauptrolle.

Der Film folgt einer Reporterin und ihrem Kameramann, die eine Gruppe von Feuerwehrleuten bei einem Notruf in einem Wohnhaus begleiten. Die Situation eskaliert schnell, nachdem sich eine Infektion im Haus ausbreitet. Das Gebäude wird abgeriegelt und alle Bewohner müssen eine strenge Quarantäne einhalten.

Inhaltsangabe

In Barcelona berichten die Reporterin Ángela Vidal und der Kameramann Pablo von der Nachtschicht der örtlichen Feuerwache. Als die Feuerwehrleute einen Notruf von einer Frau in einem Gebäude erhalten, fahren Ángela und Pablo mit den Feuerwehrmännern Manu und Álex im Feuerwehrauto mit, wobei Pablo jeden Schritt aufzeichnet. Als sie in dem von der Polizei belagerten Gebäude ankommen, finden sie die hysterischen Bewohner in der Lobby im Eingangsbereich versammelt und hören im ersten Stock Schreie. Manu und Álex gehen mit zwei Polizisten nach oben, gefolgt von Ángela und Pablo, und treffen dort auf eine aggressive alte Dame, die einen Polizisten angreift. Als sie in die Eingangshalle zurückkehren, stellen sie fest, dass sie mit den Bewohnern im Gebäude eingeschlossen sind und eine chaotische und alptraumhafte Nacht beginnt.

 

Handlung

Die Reporterin Ángela Vidal und ihr Kameramann Pablo übernehmen für die Fernsehserie While You're Sleeping die Nachtschicht in einer der örtlichen Feuerwachen Barcelonas. Während der Aufzeichnung erhalten sie einen Anruf über eine alte Frau, Frau Izquierdo, die in ihrer Wohnung eingeschlossen ist und schreit. Ángela und Pablo begleiten zwei der Feuerwehrleute, Álex und Manu, zu dem Wohnhaus an der Rambla de Catalunya, wo zwei Polizisten warten. Als sie sich nähern, wird die alte Frau aggressiv, greift einen der Beamten an und beißt ihm in den Hals. Als sie den verletzten Beamten nach unten tragen, finden sie die Bewohner des Hauses in der Lobby versammelt. Die Polizei und das Militär haben das Gebäude abgeriegelt und die Menschen darin eingeschlossen.

Als die Menschen in Panik geraten, wird Álex, der mit der alten Frau oben geblieben war, über das Treppengeländer geschleudert und dabei lebensgefährlich verletzt. Frau Izquierdo tötet daraufhin ein Mädchen, und der verbleibende Polizist, Sergio, ist gezwungen, sie zu erschießen. Ángela und Pablo beginnen, die Bewohner zu befragen. Eine der Befragten ist ein krankes kleines Mädchen namens Jennifer. Ihre Mutter Mari Carmen behauptet, sie habe eine Mandelentzündung, und sagt, ihr Hund Max sei beim Tierarzt, weil er auch krank sei. Ein Gesundheitsinspektor in einem Schutzanzug trifft ein und versucht, die Verletzten zu behandeln, bis diese plötzlich übernatürlich aggressiv werden. Nachdem die Verletzten in das Textillager des Gebäudes gesperrt wurden, erklärt der Gesundheitsinspektor, dass sie mit einem tollwutähnlichen Virus infiziert sind und dass die Krankheit auf einen Hund im Wohnhaus zurückgeführt wurde. Als die Bewohner Mari Carmen zur Rede stellen, dreht sich Jennifer um, beißt ihrer Mutter ins Gesicht und flieht nach oben. Sergio fesselt Mari Carmen mit Handschellen an der Treppe und geht mit Manu und Pablo die Treppe hinauf. Sie finden Jennifer, aber sie beißt Sergio, der die anderen auffordert, ihn zu verlassen. Manu und Pablo finden die verbleibenden Bewohner, die die Treppe hinauflaufen, da die Infizierten im Lagerhaus die Tür aufgebrochen haben. Nach und nach werden auch die übrigen Bewohner der Wohnung gebissen und infiziert.

Ángela, Pablo und Manu, die 3 Überlebenden, finden einen Schlüssel, mit dem sie über einen großen Abfluss im Keller, der mit der Kanalisation verbunden ist, aus dem Gebäude entkommen können. Manu wird vor der Wohnung, in der sich der Schlüssel befindet, gebissen und zwingt Ángela und Pablo, in das Penthouse zu flüchten. Sie entdecken ein Tonbandgerät, auf dem zu hören ist, dass der Penthouse-Besitzer, ein Agent des Vatikans, den Auftrag hatte, ein Enzym zu isolieren, das eine junge Portugiesin namens Tristana Medeiros in sich trug, deren Symptome auf eine dämonische Besessenheit schließen lassen. Als der Agent versuchte, Medeiros zu behandeln, mutierte das Enzym und wurde ansteckend. Der Agent schloss Tristana daraufhin im Haus ein, wo sie verhungerte. Ein infizierter Junge auf dem Dachboden beschädigt das Licht von Pablos Kamera, so dass Pablo die Nachtsichtfunktion der Kamera aktivieren muss.

Eine nun grässliche Tristana taucht auf und sucht im Penthouse nach Nahrung. Ángela und Pablo versuchen zu fliehen, aber Pablo wird von Tristana getötet und lässt die Kamera fallen. Ángela hebt sie auf und blickt durch den Bildschirm. Als sie sieht, wie Tristana Pablo frisst, gerät sie in Panik, stolpert und lässt die Kamera fallen. Die Kamera zeichnet weiter auf, während Ángela schreiend in die Dunkelheit gezerrt wird.

Kritik / Review

Kurz & Schmerzlos

REC bedient unterschiedliche Subgenres des Horrorfilms. Er ist effektvoll inszeniert und wartet mit rasanten Stimmungswechseln auf. Gleichzeitig übt er schwarz-humorig Kritik am effekt-haschrischen Fernseh-Infotainment.

Der Horrorfilm ist eine Spanische Ergänzung zu den Filmen mit "wackeligen" Kamerastil, die mit einer Dokumentation verwechselt werden könnten. Natürlich wird (sollte) seit "Blair Witch Project" niemand mehr auf den Gedanken kommen, dass es sich hier um eine solche handelt.

Der Film ist brillant gedreht und gespielt, und das Gefühl des Unbehagens weicht allmählich dem totalen Terror. Obwohl er offensichtlich von Filmen wie "The Last Broadcast" und "The Blair Witch Project" abgeleitet ist, schafft er es dank einiger brillanter Szenenbilder, auf eine Art und Weise zu überzeugen, wie es andere Filme nicht konnten.

Dieser Film war für mich von besonderem Interesse, wegen dem Regisseur Jaume Balagueró. Ich habe seine Filme "Darkness" (2002) und "Nameless" (1999) gesehen. Letzterer war in der Gruselabteilung besser. Aber alle diese Filme haben eines gemeinsam (auch wenn sie unterschiedlich gedreht wurden): Sie fangen sehr unauffällig an, sind eher ein Drama oder eine Charakterstudie, die sich dann aber gegen einen wendet, wenn man die Figuren schon so gut kennt, dass man sie mag. Nun, dieser Film erfüllt das, obwohl es für einige Leute zu lange dauern könnte, bis er tatsächlich "anfängt" (mit dem Horror/Spannung), aber wenn er es tut, ist er mehr als erstklassig!

Der offizielle Trailer

"REC" dreht sich um eine junge Fernsehreporterin und ihren Kameramann, die die Nachtschicht in der örtlichen Feuerwache übernehmen. Als sie den Anruf einer alten Dame erhalten, die in ihrem Haus eingeschlossen ist, erreichen sie ihr Gebäude und hören entsetzliche Schreie - der Beginn eines langen Alptraums und eines einzigartigen dramatischen Fernsehberichts.

Hintergründe

Ein paar Details & Anekdoten

Den Schauspielern wurde das Drehbuch nie vollständig ausgehändigt, so dass keiner von ihnen über das Schicksal seiner Figur Bescheid wusste, manchmal sogar erst am Tag der Dreharbeiten. Das bedeutete, dass die Schauspieler am Drehtag oft gestresst, nervös und ängstlich waren - ideale Eigenschaften für den Film selbst.

Bei der Besetzung wählten die Regisseure bewusst Schauspieler aus, die sie nicht kannten, um das Stück realistischer zu machen, und auch Schauspieler, die gut improvisieren konnten.

Manuela Velasco (Ángela Vidal) ist eine "reale" Fernsehmoderatorin in ihrem Heimatland Spanien.

Das Gebäude, in dem der Film gedreht wurde, ist das Cedimatexsa-Gebäude, Rambla de Catalunya, 34 im Stadtteil Eixample in Barcelona. Es wurde 2007 von einer Gruppe Jugendlicher gestürmt, nachdem der Film ein Hit geworden war. Es wird häufig von Touristen und Fans besucht.

Die Regisseure Jaume Balagueró und Paco Plaza trafen vor den Dreharbeiten eine Abmachung: Wenn einer von ihnen eine Idee vorschlägt und sie dem anderen nicht gefällt, wird die Idee ohne weitere Erklärung verworfen.

 

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